Wirtschaftswissenschaften

Theo Schöller hat selbst nie eine Universität besucht. Darin glich er vielen erfolgreichen Unternehmern. Trotzdem war ihm bewusst, dass man unternehmerisches Handwerkszeug lernen kann. Erste Versuche, die Wirtschaftswissenschaften in Nürnberg zu fördern, fanden daher bereits in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts statt. 

Mit der Finanzierung eines Stiftungslehrstuhls an der TUM 2002 setzte er ausgerechnet in München ein erstes deutliches Zeichen in dieser Richtung.

Friedl Schöller gelang es dann 2009 den Fördergedanken ihres Mannes auch an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg umzusetzen. Seit diesem Zeitpunkt finanziert die Theo und Friedl Schöller-Stiftung das Dr. Theo und Friedl Schöller Forschungszentrum für Wirtschaft und Gesellschaft unter Leitung von Prof. Dr. Michael Amberg [Link: www.schoeller-forschungszentrum.de].

Das Forschungszentrum hat es sich zur Aufgabe gemacht, etablierten Wissenschaftlern (Senior Fellows) genauso wie Nachwuchswissenschaftlern (Junior Fellows) die Möglichkeit zu geben, in Nürnberg an der Universität Spitzenforschung im Bereich Wirtschaft und Gesellschaft zu betreiben.

Seit dem 01.02.2018 finanziert die Theo und Friedl Schöller-Stiftung mit einer Stiftungsprofessur für Wirtschaftsinformatik, insbesondere Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft ein weiteres zukunftsträchtiges Projekt an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg.

Sowohl das Forschungszentrum als auch die Stiftungsprofessur tragen in ihrer Ausrichtung auf Wirtschaft und Gesellschaft dem Umstand Rechnung, dass für Theo Schöller trotz erfolgreichem Unternehmertums der Mensch immer im Mittelpunkt stand.

Diesem Grundsatz folgt neben dem Forschungszentrum auch der neue Stiftungslehrstuhl mit seinem eigenen Motto für Forschung und Lehre: "Wirtschaftsinformatik gestaltet verantwortungsbewusst die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft". 

Der auf die neue Stiftungsprofessur berufene Prof. Dr. Sven Laumer will dazu beitragen, ein Verständnis aufzubauen, wie Technologien sinnvoll eingesetzt und wie sinnvolle Innovationen entwickelt werden können. Zugleich hat er das Ziel zu erklären, welche Konsequenzen die technologische Entwicklung für Menschen, Unternehmen und die Gesellschaft hat. Digitalisierung ist seiner Meinung nach nur dann verantwortungsbewusst umzusetzen, wenn Antworten auf diese Fragen gegeben werden können. Deswegen hat er seine Forschung auch auf digitale Arbeits- und Lebenswelten ausgerichtet:

·         die individuelle Nutzung und Überlastung durch digitale Technologien („Digitalization oft the Individual“),

·         die Gestaltung von digitalen Arbeitssystemen und neuen Formen der Arbeit („Digital Workforce“) sowie

·         digitale Geschäftsmodelle und E-Services (Chatbots: Chancen, Techniken, Herausforderungen und Konsequenzen für E-Services).

Mehr zu Prof. Dr. Laumer finden Sie auf den Webseiten des Stiftungslehrstuhls. [Link: https://www.digitalisierung.rw.fau.de]